Sabrina (Audrey Hepburn)

Darsteller: Audrey Hepburn, Humphrey Bogart, William Holden
Regie: Billy Wilder
USA 1954 / D 1954

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Ursprünglich war Humphrey Bogart nicht die erste Wahl für die Rolle des pflichtbewussten älteren Bruders Linus Larrabee. Regisseur Billy Wilder hatte eigentlich Cary Grant im Sinn, der die Rolle jedoch ablehnte. Bogart fühlte sich als zweite Wahl und war mit seiner Besetzung in einer für ihn untypischen romantischen Komödie unzufrieden.

Seine Unzufriedenheit führte zu erheblichen Spannungen am Set. Berichten zufolge machte sich Bogart über Wilders österreichischen Akzent lustig und das Arbeitsverhältnis zwischen den beiden war äußerst angespannt. Auch mit seinen Co-Stars William Holden und Audrey Hepburn kam es zu Reibereien. Bogart war irritiert von der engen Freundschaft und den Insider-Witzen zwischen Hepburn, Holden und Wilder, die sich bereits von früheren Projekten kannten. Dies führte dazu, dass Bogart sich oft isoliert fühlte.

Während die Kameras liefen, entwickelte sich zwischen Audrey Hepburn und William Holden eine leidenschaftliche Liebesaffäre. Die Chemie zwischen den beiden war nicht nur auf der Leinwand spürbar. Hepburn verliebte sich Hals über Kopf in den verheirateten Holden und hegte die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft und Kinder.

Das tragische Ende ihrer Romanze kam, als Holden ihr gestand, dass er sich einer Vasektomie unterzogen hatte und somit ihren sehnlichsten Wunsch nach Kindern nicht erfüllen konnte. Für Hepburn, die sich eine große Familie wünschte, war dies ein niederschmetternder Schlag und führte zur sofortigen Beendigung der Beziehung.

„Sabrina“ markierte den Beginn einer der legendärsten Partnerschaften in der Modegeschichte: die zwischen Audrey Hepburn und dem französischen Designer Hubert de Givenchy. Für die Garderobe ihrer Figur nach ihrer Verwandlung in Paris reiste Hepburn persönlich nach Paris, um Givenchy zu treffen.

Das Drehbuch war bei Beginn der Dreharbeiten noch nicht fertiggestellt. Regisseur Billy Wilder und sein Co-Autor Ernest Lehman schrieben oft Szenen erst am selben Tag, an dem sie gedreht werden sollten. Trotz all dieser Widrigkeiten hinter den Kulissen wurde „Sabrina“ zu einem kommerziellen Erfolg und einem zeitlosen Klassiker, der bis heute für seinen Witz, seine Romantik und seinen unvergleichlichen Stil gefeiert wird.

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