Der Begriff „Film Noir“ wurde 1946 von französischen Filmkritikern geprägt, die den neuen „schwarzen“ Stil der düsteren amerikanischen Krimis bemerkten. Der Film Noir hatte vor allem in den 40er und 50er Jahren in den USA seine Blütezeit. Man erkennt einen Film Noir meist sofort an seiner düsteren, pessimistischen Grundstimmung und einer ganz speziellen Optik.
Oft sieht man Jalousien-Schatten auf Gesichtern oder lange Schatten in dunklen Gassen. Die Straßen sind fast immer nass und spiegeln das Licht der Straßenlaternen wider. Unter den Charakteren findet man oft einen Privatdetektiv oder Anti-Held. Er ist oft zynisch, einsam, raucht Kette und hat seine eigenen moralischen Probleme (z.B. Humphrey Bogart in „Die Spur des Falken“). Eine Femme Fatale, eine mysteriöse, attraktive Frau, bringt den Helden in Gefahr oder manipuliert ihn. Polizisten, Politiker und das System sind oft korrupt und genauso verdorben wie die Verbrecher selbst.
Die Geschichte des Films wird häufig nicht chronologisch, sondern als Rückblende erzählt. Es gibt selten ein strahlendes Happy End. Oft endet die Geschichte tragisch oder melancholisch.
Klassiker des Film Noir sind:
- Die Spur des Falken (The Maltese Falcon, 1941)
- Frau ohne Gewissen (Double Indemnity, 1944)
- Tote schlafen fest (The Big Sleep, 1946)
- Boulevard der Dämmerung (Sunset Boulevard, 1950)
