Einer der einflussreichsten Regisseure der Gegenwart, der ohne seine Liebe zum Spaghetti-Western (siehe Django Unchained oder The Hateful Eight) wohl nie diesen speziellen Stil entwickelt hätte.
Tarantino hat nie eine Filmhochschule besucht. Sein „Studium“ absolvierte er in den 1980er Jahren als Angestellter in der Videothek Video Archives in Manhattan Beach. Er verbrachte den ganzen Tag damit, Filme zu schauen und Kunden zu beraten. Sein berühmtes Zitat dazu:
„Ich bin nicht auf eine Filmschule gegangen, ich bin in Filme gegangen.“
In seinen Filmen wird oft mehr geredet als geschossen. Er liebt belanglose Alltagsgespräche in extrem angespannten Situationen. Diese Dialoge machen seine Gangster menschlicher und gleichzeitig unberechenbarer.
Quentin Tarantino ist ein erklärter Feind der digitalen Kinotechnik. Tarantino dreht ausschließlich auf echtem Film (meist 35mm oder 70mm) und weigert sich, digitale Kameras zu benutzen. Für ihn ist das Abspielen eines digitalen DCPs im Kino „Fernsehen in der Öffentlichkeit“.
Tarantino hat wiederholt geschworen, nach seinem zehnten Film in den Ruhestand zu gehen, um sein Vermächtnis nicht durch „zweitklassige Spätwerke“ zu ruinieren. Da er Kill Bill Vol. 1 & 2 als einen Film zählt, hat er aktuell neun Filme gedreht:
Reservoir Dogs (1992)
Pulp Fiction (1994) – Gewann die Goldene Palme in Cannes.
Jackie Brown (1997)
Kill Bill (2003/2004)
Death Proof (2007)
Inglourious Basterds (2009)
Django Unchained (2012)
The Hateful Eight (2015)
Once Upon a Time in Hollywood (2019)
