United Artists Filmverleih

United Artists wurde am 5. Februar 1919 von vier der damals mächtigsten Persönlichkeiten der Filmwelt gegründet:

  • Charlie Chaplin (Schauspieler/Regisseur)
  • Mary Pickford (Schauspielerin)
  • Douglas Fairbanks Sr. (Schauspieler)
  • D.W. Griffith (Regisseur)


UA war ursprünglich kein klassisches Produktionsstudio mit eigenem Filmgelände, sondern ein reiner Verleih, der es unabhängigen Produzenten und den Gründern ermöglichte, ihre Filme selbst zu vermarkten und die vollen Gewinne einzustreichen. Nachdem die Gründer in den 1950er Jahren ihre Anteile verkauften, wandelte sich UA und sicherte sich einige der wertvollsten Lizenzen der Filmgeschichte:

1962 startete UA mit „James Bond jagt Dr. No“ eine der erfolgreichsten Filmreihen aller Zeiten. Filme wie „Manche mögen’s heiß“, „West Side Story“ und „Einer flog über das Kuckucksnest“ entstanden unter dem UA-Banner.

1980 kam der tiefe Fall. Der Western „Heaven’s Gate“ von Michael Cimino gilt als einer der größten Flops der Kinogeschichte. Die massiven Budgetüberschreitungen brachten United Artists an den Rand des Bankrotts. Als Folge wurde das Studio 1981 an MGM (Metro-Goldwyn-Mayer) verkauft. Seitdem war UA meist ein Tochterlabel von MGM und verlor seine Eigenständigkeit.
Heute ist die Marke United Artists Teil des Imperiums von „Amazon MGM Studios“ (nach der Übernahme von MGM durch Amazon im Jahr 2022). Mitte 2024 wurde bekannt, dass Amazon das Label „United Artists“ gezielt wiederbeleben möchte.

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