Der Film beruht auf der humorvollen und satirischen Kurzgeschichte „Die Eine-Million-Pfund-Note“ von Mark Twain. Dies verleiht dem Film eine zeitlose, intelligente und gesellschaftskritische Ebene, die weit über eine einfache Komödie hinausgeht. Die zentrale Frage von Twain – Was ist Reichtum wirklich? Das Geld selbst oder nur die Wahrnehmung von Reichtum? – ist der Kern des Films.
Die Prämisse ist brillant und unvergesslich: Zwei exzentrische, wohlhabende Brüder schließen eine Wette. Sie übergeben einem mittellosen amerikanischen Seemann, Henry Adams (Gregory Peck), der in London gestrandet ist, eine nicht einlösbare Eine-Million-Pfund-Banknote. Die Wette lautet, ob er allein durch den Besitz dieses Geldscheins einen Monat lang überleben kann. Das Besondere ist, wie sich für ihn alle Türen öffnen: Er bekommt Kleidung, ein Hotelzimmer und feinste Speisen – alles auf Kredit, nur weil jeder glaubt, er sei ein exzentrischer Millionär.
In diesem Film erscheint Gregory Peck nicht als harter Westernheld oder als Anwalt, sondern in einer seiner charmantesten Rollen als aufrechter, ehrlicher Durchschnittsmann, der in eine absolut absurde Situation gerät. Seine Darstellung ist der Anker des Films. Er spielt die Verwirrung, die Versuchung und die moralische Zwickmühle seiner Figur mit einer angeborenen Liebenswürdigkeit, die das Publikum sofort für ihn einnimmt.
Das Interessante ist weniger der „Bluff“ im Sinne eines aktiven Tricks von Peck, sondern vielmehr die humorvolle und nachdenkliche Beobachtung, wie eine ganze Gesellschaft allein durch die Illusion von Geld „geblufft“ wird.














