Der Film „Halt die Tasten heiß“ (Originaltitel: Ballad in Blue) ist der einzige Spielfilm, in dem Ray Charles eine echte Hauptrolle spielt und nicht nur einen kurzen Gastauftritt hat.
Obwohl der Film eine fiktive Handlung hat, gibt es starke Parallelen zu Ray Charles‘ eigenem Leben. Er spielt sich selbst und freundet sich mit dem blinden Jungen David an. Ray Charles selbst erblindete im Alter von etwa sieben Jahren, fast genau in dem Alter, in dem der Junge im Film ist. Er nutzt im Film seine eigene Erfahrung, um dem Jungen Mut zu machen.
Regie führte Paul Henreid. Er war der Schauspieler, der den Widerstandskämpfer Victor Laszlo im Kultklassiker Casablanca spielte. Später wechselte er hinter die Kamera. „Halt die Tasten heiß“ war sein letzter Kinofilm als Regisseur.
Der Film wird oft als Mischung aus Drama und Konzertfilm beschrieben. Zu hören sind Klassiker wie
- Hit the Road Jack
- What’d I Say
- Unchain My Heart
- I Got a Woman
Der Film wurde größtenteils in London und Paris gedreht, was ihm ein europäisches „Sixties-Flair“ verleiht. In einer Szene schenkt Ray dem Jungen seine eigene Blindenschrift-Armbanduhr (eine sogenannte „Tactile Watch“), was der Szene eine starke Echtheit verleiht. Ray Charles war im echten Leben ein leidenschaftlicher Sammler von Uhren und Technik für Blinde. Er besaß später sogar eine der ersten Armbanduhren, die die Zeit per Stimme ansagen konnten, blieb aber den mechanischen Tast-Uhren (wie der im Film) lange treu, weil sie zuverlässiger waren.





