Kein Lorbeer für den Mörder (Paul Newman)

Originaltitel: The Prize
Darsteller: Paul Newman, Edward G. Robinson, Elke Sommer
Regie: Mark Robson
USA 1963 / D 1964

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„Kein Lorbeer für den Mörder“ (Originaltitel: „The Prize“) ist ein spannender Spionage-Thriller aus dem Jahr 1963.

Regisseur Mark Robson zollte Alfred Hitchcock, dem Meister der Spannung, ganz bewusst Tribut. Der Film besitzt viele Elemente, die an Hitchcocks Stil erinnern:

Der unschuldige Held: Paul Newman spielt den trunksüchtigen, zynischen und Frauen zugeneigten Schriftsteller Andrew Craig, der unerwartet in eine internationale Spionageaffäre hineingezogen wird – ein klassisches Hitchcock-Motiv des „falschen Mannes“ oder des unschuldigen Bürgers in tödlicher Gefahr.

Spannung und Humor: Der Film balanciert gekonnt zwischen packenden Thriller-Momenten und einem ironischen, humorvollen Unterton, eine weitere Spezialität Hitchcocks.

Die kühle Blonde: Die deutsche Schauspielerin Elke Sommer verkörpert die „coole Blonde“, einen Archetyp, den Hitchcock in seinen Filmen perfektioniert hatte. Ihre Rolle als Inger Lisa Andersson ist sowohl geheimnisvoll als auch verführerisch.

Drehbuchautor mit Hitchcock-Erfahrung: Das Drehbuch stammt von Ernest Lehman, der auch das Skript für einen der berühmtesten Hitchcock-Filme, „Der unsichtbare Dritte“ (North by Northwest), geschrieben hat. Die Parallelen in der Handlung und im Ton sind unverkennbar.

Paul Newman war bereits ein großer Star, aber die Rolle des Andrew Craig bot ihm die Gelegenheit, eine charmant-chaotische und weniger heldenhafte Figur zu spielen, was er sichtlich genoss. Für die deutsche Schauspielerin Elke Sommer war die Rolle an der Seite von Paul Newman der endgültige Durchbruch in Hollywood. Sie gewann für ihre Leistung einen Golden Globe als „Beste Nachwuchsdarstellerin“. Die Schauspiellegende Edward G. Robinson spielt eine faszinierende Doppelrolle als der gutmütige Dr. Stratman und sein böser Zwillingsbruder, der ihn entführt hat.

Ein Großteil des Films wurde an Originalschauplätzen in Stockholm, Schweden, gedreht. Man sieht unter anderem das Stockholmer Konzerthaus, in dem traditionell die Nobelpreise verliehen werden, und das Grand Hôtel.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Irving Wallace. Während der Roman jedoch ein ernstes und umfangreiches Drama ist, das die Geschichten mehrerer Nobelpreisträger miteinander verwebt, konzentriert sich der Film hauptsächlich auf die Spionagegeschichte um die Figur des Andrew Craig und wählt einen deutlich leichteren, actionreicheren Ton.

Die Handlung ist fest im Kontext des Kalten Krieges verankert. Die Entführung eines Wissenschaftlers durch kommunistische Agenten, um ihn zur Kollaboration zu zwingen, war ein typisches Sujet für Spionagefilme dieser Ära und spiegelte die realen Ängste und Spannungen zwischen dem Westen und dem Ostblock wider.

„Kein Lorbeer für den Mörder“ ist ein stilvoller und unterhaltsamer Thriller, der von seinem charismatischen Hauptdarsteller, den starken Hitchcock-Anleihen und der authentischen schwedischen Kulisse lebt. Ein echter Klassiker des Spionagekinos der 60er Jahre!

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